Familienrecht

Das Familienrecht ist ein Teilbereich des Zivilrechts. Geregelt wird es im vierten Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches, konkret in den Paragraphen §§ 1297 - 1921 BGB.

Das vierte Buch selbst wiederum ist untergliedert in die drei Abschnitte: Bürgerliche Ehe, Verwandtschaft und Vormundschaft, Rechtliche Betreuung, Pflegschaft.

Dies sind die familienrechtlichen Verhältnisse des deutschen Rechts. Ergänzt werden sie durch die Vorschriften über die Lebenspartnerschaft, die aus Gründen der Gesetzgebungsgeschichte in einem eigenständigen Gesetz, dem Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG), zu finden sind. Die gesonderte Regelung der Lebenspartnerschaft beruht auf dem Gedanken, dass die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft keine Ehe ist und ihr auch nicht völlig gleichgestellt werden soll.

Weiterhin sind spezielle Vorschriften zum gerichtlichen Verfahren in der Zivilprozessordnung (ZPO) und im Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) enthalten.

1. Abschnitt: Bürgerliche Ehe

Das Familienrecht beginnt im ersten Abschnitt des vierten Buches des BGB mit Regelungen über die bürgerliche Ehe. Ehe ist die Willenseinigung zwischen Frau und Mann zur Begründung einer

auf Dauer angelegten und öffentlich anerkannten Lebensgemeinschaft, also die gesetzlich geordnete Verbindung zwischen Mann und Frau mit Ausschließlichkeitscharakter. Die Vorschriften über die bürgerliche Ehe beinhalten das Verlöbnis, die Eingehung der Ehe ebenso wie die Aufhebung der Ehe, die Wiederverheiratung nach Todeserklärung, die Wirkungen der Ehe im Allgemeinen, das eheliches Güterrecht, die Scheidung der Ehe und schließlich die kirchlichen Verpflichtungen.

2. Abschnitt: Verwandtschaft

Im zweiten Abschnitt finden sich Vorschriften über die Verwandtschaft. In erster Linie geht es dabei um das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern, das so genannte Kindesverhältnis. Den allgemeinen Vorschriften folgen im Abschnitt über die Verwandtschaft Gesetze über die Abstammung, die Unterhaltspflicht, das Rechtsverhältnis zwischen den Eltern und dem Kind im Allgemeinen, die Elterliche Sorge, die Beistandschaft sowie die Annahme als Kind.

3. Abschnitt: Vormundschaft, Rechtliche Betreuung, Pflegschaft

Ist eine Personen nicht fähig sind, ihre eigenen Angelegenheiten selber zu besorgen, bedarf sie der staatlichen Fürsorge und Aufsicht. Diese sog. Vormundschaft ist neben der rechtlichen Betreuung und der Pflegschaft schließlich im dritten Abschnitt der familienrechtlichen Vorschriften geregelt.

Über familienrechtliche Streitigkeiten entscheidet das Familiengericht bzw. das Vormundschaftsgericht