Welche Rechte gibt es für Mieter ?

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe setzt sich für die Rechte der Mieter ein. Durch dieses Gericht wurden schon eine große Anzahl von Gesetzeslücken geschlossen. Das reicht von den Nebenkosten bis zu Schönheitsreparaturen.

Ein Streitpunkt zwischen Vermieter und Mieter kann die jährliche Jahresabrechnung sein.

Es ist sogar gesetzlich geregelt, dass die Jahresnebenkostenabrechnung spätestens zwölf Monaten nach Ablauf eines Jahres dem Mieter vorliegen muss. Falls die Frist abgelaufen ist und danach erst die Abrechnung kommt, kann der Mieter auf sein Recht hinweisen und die Zahlung verweigern. Selbst wenn der Fall eintritt und die Abrechnung bezahlt worden ist, kann dieses Geld zurückgefordert werden.

Zu den Rechten für Mieter zählt auch, dass Sie bei Prüfung Ihrer Abrechnung ein Recht darauf haben, die Originalbelege einsehen dürfen.

Falls ein Fehler in der Abrechnung festgestellt worden ist, kann innerhalb von zwölf Monaten der Fehler beim Vermieter moniert werden.

Folgende Kosten wie Reparaturen und Neuanschaffung zählen nicht zu den laufenden Betriebskosten und müssen nicht vom Mieter gezahlt werden.

In bestimmten Fällen besteht das Recht für Mieter nach Mietkürzungen. Dazu zählt wenn die im Mietvertrag angegebene Wohnungsfläche von der tatsächlichen Wohnungsfläche um mehr als zehn Prozent abweicht.

Grundsätzlich verjährt das Recht auf Mängelbeseitigung für Mieter nicht.

Weitere Mängel können zum Beispiel Schimmelbelag oder ein Wasserschaden sein. Grundsätzlich muss dieser Mangel vom Vermieter beseitigt und bezahlt werden. Falls der Vermieter nicht reagiert, kann der Mieter ihm eine Frist setzen und androhen, dass der Mangel auf seine Kosten beseitigt wird.

Ein Streitthema sind auch Schönheitsreparaturen. Bestimmte Klauseln im Mietvertrag sind unwirksam wie zum Beispiel nach einem Auszug eine fachmännische Renovierung zu fordern oder das Entfernen aller Tapeten.

Es wird vom Vermieter ein Zeitplan im Mietvertrag festgesetzt, in welchem Zeitraum welches Zimmer renoviert werden muss.

Wenn der Mieter nach Auszug die Wohnung renoviert hat, obwohl sich im nachhinein herausstellt, dass die Klausel unwirksam ist, hat der Mieter das Recht auf Kostenerstattung.